Jeder Artikel verlangt nach einer anderen Herangehensweise: Einen technischen Artikel kannst Du schon ganz gut verkaufen, in dem Du die wichtigsten Daten einfach auflistest. Modeartikel hingegen wirst Du so kaum verkaufen können - denn da geht es nicht um Daten, sondern um den Look, und den präsentierst Du am besten auf Fotos.

Bestimmte Artikel möchten also auf bestimme Art beworben werden, und wie das genau geht, erfährst Du jetzt.

Die großen Kategorien bei eBay

Für diesen Ratgeber haben wir uns auf diejenigen Kategorien eingeschossen, die bei eBay den größten Umsatz erzielen. Konkret handelt es sich dabei um

  • Elektronik- und Haushaltsgeräte,
  • Möbel & Wohnen sowie Garten,
  • Fashion sowie Sport & Lifestyle,
  • Fahrzeugteile & Zubehör
  • und abschließend Heimwerker sowie Business & Industrie.

Um den Überblick zu bewahren, geben wir jeder Kategorie ihre eigene Überschrift. Du kannst dann schnell dorthin springen, wo es für Dich interessant wird.

Elektronik und Haushaltsgeräte: klein, aber fein

Elektronik für den durchschnittlichen Verbraucher ist sehr beliebt bei eBay. Das liegt unter anderem daran, dass selbst sehr kompakte Geräte - Smartphones oder Kopfhörer zum Beispiel - sehr hohe Preise erzielen können (vorausgesetzt, der Zustand stimmt). Dein Nachteil ist, dass die Käufer dieser Geräte aber meistens technisch sehr gut informiert sind. Sie lassen sich nicht mit einigen typischen "Marketingfloskeln" überzeugen und achten wirklich auf den Inhalt.

Für Dich heißt das:
Fakten sind wichtig!

Möchtest Du Elektronik an den Mann oder die Frau bringen, solltest Du daher viele typische Fragen beantworten. Bei großen Haushaltsgeräten (Kühlschrank, Backofen, Mikrowelle, Waschmaschine) solltest Du immer die Effizienzklasse mit angeben. Das spielt vor allem heutzutage eine Rolle, denn die Menschen sind inzwischen doch schon recht sensibilisiert, wenn es um den Umgang mit unserem Planeten geht.

Bei kompakteren Geräten (Smartphones, Notebooks, PC-Bauteile, Kopfhörer, Hi-Fi-Equipment) spielt das zwar keine Rolle, dort sind aber die technischen Daten umso wichtiger. Hier musst Du auf Exaktheit achten: Verkaufst Du beispielsweise Kopfhörer und man sieht auf Deinen Fotos einen Sennheiser MX100 (der Name ist frei erfunden), aber das Angebot gilt eigentlich für einen Sennheiser MX110, stiftet das Verwirrung und die Auktion wird entweder schiefgehen oder Du wirst mit vielen Anfragen überhäuft.

Unser Tipp:
Sei daher sehr präzise und greife bei verbreiteten elektronischen Geräten ruhig auf die interne Datenbank von eBay zurück. Das stellt sicher, dass alle technischen Angaben korrekt sind.

Wenn Du dich gut in der Materie auskennst, kannst Du auch einige Besonderheiten herausstellen, die andere "Technikfreaks" schätzen werden. Stelle auch Makel gut sichtbar dar - wie vielleicht kleine Kratzer im Display eines Notebooks. Sonst wirst Du dir am Ende nur eine negative Bewertung einhandeln. Zu guter Letzt sind Fotos wichtig. Hier gilt: Funktion vor Stil. Fotografiere einfach das Objekt der Begierde Deiner Kunden, ohne es "in Szene setzen" zu wollen.

Möbel & Wohnen und Garten: Funktion und Look entscheiden

Möbel stehen in Deiner Wohnung und sollen einen Zweck erfüllen. Zusätzlich siehst Du sie aber so gut wie jeden Tag - und daher sollen sie auch dem Auge gefallen. Ein bunt zusammengewürfelter Stil kann zwar auch seinen Charme haben, die meisten Personen bevorzugen jedoch einen einheitlichen Look in Wohnzimmer, Schlafräumen & Co.

Daher gilt:
Schieße so viele Fotos wie möglich in guter Qualität!

Achte dabei auch auf die Beleuchtung: Man soll das Möbelstück schon gut sehen können, und zwar aus jedem Winkel. Du willst den potenziellen Käufern das Objekt schließlich schmackhaft machen und es nicht zur Hälfte in bedrohliche Dunkelheit tauchen. Ebenfalls sehr wichtig ist die Größe: Die solltest Du bei Tischen, Stühlen, Sofas und ähnlichen Möbelstücken natürlich so exakt wie möglich in Zentimetern angeben. Gleichzeitig gilt aber auch, dass wir Menschen uns nur schwer etwas allein mit Zahlen vorstellen können.

Fotografierst Du also beispielsweise einen Schrank vor einer nackten Wand, fehlt Deinen Käufern ein Maßstab, um die Dimensionen wirklich erkennen zu können. Stelle also vielleicht einen Stuhl daneben oder andere Objekte, deren Abmessungen eigentlich jeder kennt. Das macht es für Deine Käufer wesentlich leichter, die Größe des Gegenstandes einzuschätzen und dann eine Kaufentscheidung zu treffen.

Liefere außerdem viel Material dazu, also Informationen, die für den Kauf nützlich sein können. Vielleicht geht es um Gartenmöbel: Sind die Polster wasserabweisend? Sind Schrauben und Verbindungen aus rostfreiem Stahl? Lässt sich ein Schrank einfach auseinander- und wieder zusammenbauen? Kann ich beim Sofa den Bezug abziehen und in der Waschmaschine waschen? Fragen über Fragen, die von Dir beantwortet werden sollten!

Gerade bei sehr großen, schweren Möbeln kann es auch nicht schaden, Angaben zum Versand zu machen. Bietest Du beispielsweise an, in einem bestimmten Umkreis selbst aktiv zu werden und das Möbelstück auszuliefern, ist das ein großer Pluspunkt für die meisten potenziellen Käufer. In der Preisgestaltung solltest Du diesen Mehraufwand natürlich berücksichtigen.

Sport & Lifestyle und Fashion: attraktiv muss es sein!

Sport-, Lifestyle- und Fashion-Artikel teilen sich eine Gemeinsamkeit: Sie drücken in ihrem Stil auch ein wenig davon aus, wer Du bist. Das empfinden auch alle anderen Käufer so, weshalb gleich zu Beginn klar ist:

Unser Tipp:
Mache viele Fotos, wenn Du Modeartikel verkaufst!

Dabei muss es sich gar nicht zwingend um "typische" Mode handeln, also vielleicht Hosen, T-Shirts oder Blusen. Auch eine Armbanduhr ist ein Fashion-Artikel - oder ein Fitnesstracker, den Du vielleicht für den Sport genutzt hast, um Deine Performance zu überwachen. Alles, was später am Körper getragen und für andere gut sichtbar sein wird, solltest Du umfangreich mit Bildern dokumentieren.

Vor allem in der Nische Sport solltest Du zusätzlich versuchen, ein wenig genauer auf die Eigenschaften der Produkte einzugehen. Haben Laufschuhe vielleicht eine gedämpfte Sohle (wichtig für Jogger)? Aus welchem Material besteht der Fußball (Leder möchten nicht alle Käufer einsetzen)? Wurde der Tennisschläger nur von Amateuren oder auch von ambitionierten Spielern genutzt (denn das beeinflusst die Stärke der Sehnen)?

Unser Tipp:
So viele Daten wie möglich sind auch bei Sportartikeln wichtig – egal, aus welcher Sportart!

Geht es um einfache Kleidungsstücke wie Hosen oder Pullover solltest Du außerdem darauf achten, ihren Zustand gut zu beschreiben. Beispielsweise besteht ein riesiger Unterschied zwischen einem Kleid, das nur einmal getragen wurde und einem Kleid, das regelmäßig über fünf Jahre in Aktion sein musste. Das beeinflusst natürlich auch den Preis, den Du am Ende dafür bekommen kannst.

Bei den Fotos gilt hingegen: Bügele alle Sachen, bevor Du sie fotografierst. Stelle Sie möglichst attraktiv in ein gutes Licht, gerne auch am Menschen. Eine Handtasche etwa muss man am Menschen sehen, um ihre Wirkung im Alltag zu erkennen. Ein Profilfoto von Dir oder einer Freundin wäre dann eine gute Idee, um Deine Chancen auf einen Verkauf zu verbessern. Schneide dann aber das Gesicht der Person aus dem Foto.

Fahrzeugteile & Zubehör: der beste Freund des Menschen?

Das gute, alte Auto ist für die meisten Erwachsenen ein fester Bestandteil des Alltags. Leider verschleißt es im Alltag aber auch recht schnell, was den Bedarf nach einzelnen Teilen oder kleinerem Zubehör am Leben erhält.

Die Käufer achten hier, ähnlich wie bei den Elektronikgeräten, auf technische Daten. Es bringt Dir nichts, eine Felge in noch so schönen Fotos anzupreisen, wenn Du nicht wichtige Daten wie das Material oder den Durchmesser nennst. Bei Komponenten, die unter der Motorhaube anzutreffen sind, musst Du unbedingt alle relevanten technischen Daten auflisten. Danach suchen die eventuellen Käufer nämlich zuerst.

Unser Tipp:
Die technischen Daten haben die größte Bedeutung - ohne sie gibt es keinen Verkauf!

Niemand wird sich für Dein Fahrzeugteil interessieren, wenn es nicht kompatibel mit dem eigenen Auto ist. Daher schauen Käufer zuerst, ob sie damit etwas anfangen können. Es kann hier nicht schaden, die technische Dokumentation aus dem Fahrzeugbrief oder dem Handbuch des Wagens zu Rate zu ziehen. Je detaillierter, desto besser.

Die Sachlage ändert sich ein wenig, wenn es um gut sichtbare Elemente aus dem Inneren geht - wie vielleicht einen Kindersitz als Zubehör. Den solltest Du sehr wohl umfassend fotografieren und den Zustand gut beschreiben. Fertige außerdem für jedes Teil, egal ob technischer Natur oder nicht.

So ersparst Du den möglichen Käufern nämlich viel Zeit und erleichterst ihnen so auch die Arbeit, was die Kaufentscheidung beeinflusst. Handelt es sich um technische Komponenten, solltest Du außerdem vermerken, wie alt der Gegenstand ist. Praktisch neuwertige Zündkerzen erzielen natürlich einen wesentlich höheren Preis als Modelle, die schon sehr alt sind und fast vor dem Exodus stehen.

Business & Industrie und Heimwerker: Laie oder nicht?

Möchtest Du bei eBay vielleicht diverse Werkzeuge oder Produkte für die Industrie oder das Gewerbe loswerden, solltest Du zuerst wissen, an wen Du das Produkt überhaupt verkaufst.

So könnte es sein, dass Du vielleicht einen leistungsfähigen Drucker mit zahlreichen Funktionen verkaufst, der praktisch nur für Büros interessant ist. Dann weißt Du genau, wen Du ansprichst: Professionelle Käufer, die eine klare, deutliche Sprache verlangen und die Du mit Fachausdrücken ansprechen solltest. Du musst hier keine blumige Sprache verwenden, sondern kannst gleich zum Punkt kommen.

Die Sache ändert sich, wenn Du etwas für den Privatmenschen verkaufst: Ein Akkubohrer beispielsweise ist in jedem Haushalt eine gute Idee. Möchtest Du etwas verkaufen, das sich an gelegentliche Nutzer richtet ("Wenn mal etwas zu reparieren ist"), kannst Du ruhig auch einige eigene Erfahrungen mit in den Verkaufstext einfließen lassen. "Mit diesem Akkubohrer habe ich viele Schränke zusammengeschraubt und er ist mir seit 10 Jahren eine große Hilfe bei jeder kleinen und großen Aufgabe." Dieser Satz würde professionelle Einkäufer abschrecken (aufgrund des Alters des Geräts), aber Privatkäufer beruhigen (aufgrund der langjährigen guten Erfahrung).

Unser Tipp:
Mache die Sprache Deines Inserates also davon abhängig, ob Du professionelle Nutzer oder Laien als Käufer finden möchtest.

Bei Geräten für Industrie und Haushalt ist außerdem wichtig, dass Du eine umfangreiche Dokumentation liefern kannst. Das sind etwa Handbücher und auch Belege, wann und wo Du das Gerät gekauft hast (was in Fällen von späteren Defekten für den Käufer wichtig sein kann).

Falls noch Garantie auf das Gerät besteht:
unbedingt erwähnen!

Verkaufst Du das Produkt noch innerhalb des Garantiezeitraums, solltest Du diesen Punkt ebenfalls unbedingt erwähnen, da es den Preis sehr positiv beeinflusst. Denn so wissen Käufer: Selbst dann, wenn das Gerät defekt sein sollte, kann ich es leicht tauschen oder reparieren lassen.

Abschließend gilt, dass Fotos hier natürlich auch willkommen sind - aber nicht in demselben Umfang wie etwa bei der Mode. Stelle Dein Produkt ruhig im besten Licht dar, aber lege den Fokus eher auf die technische Dokumentation und die richtige Sprache für Deine Kunden.


Fazit

Du siehst: Verkaufen ist nicht schwer, wenn man weiß, wie.

Halte Dich zu Beginn grob an die Richtlinien in unserem Artikel und Du wirst garantiert keinen Fehler machen. Wenn Du ein wenig Erfahrung gesammelt hast, wirst Du schließlich von allein wissen, was gut bei den Käufern ankommt und was nicht. Ein letzter Tipp zum Abschluss: Zu viele Informationen gibt es nicht.

Je mehr Daten Du lieferst, desto mehr Vertrauen gewinnen die Kunden - und Vertrauen ist am Ende das, was Produkte verkauft.


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